Die folgenden Beispiele geben Einblick in Herausforderungen, bei denen ich Organisationen begleite. Sie sind anonymisiert und schützen die Vertraulichkeit meiner Auftraggeber:innen.
📍 Ausgangssituation: Eine Führungskraft wollte die Zusammenarbeit in ihrer Einrichtung neu organisieren. Die bestehenden Gruppen und die Zuteilung der Kund:innen schienen nicht mehr optimal zu sein. Bevor mögliche Lösungen entwickelt wurden, galt es zunächst zu klären, ob diese Einschätzung von mehreren Teammitgliedern geteilt wird und welche Fragestellung tatsächlich hinter dem Veränderungswunsch steht.
🎯 Meine Aufgabe: Ich begleitete die Vorbereitung und moderierte eine mehrtägige Teamklausur. Ziel war es, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, gemeinsam neue Möglichkeiten zu entwickeln und eine tragfähige Entscheidung für die zukünftige Organisation der Gruppen zu treffen.
🛠 Vorgehensweise: Bereits in der Vorbereitung bezog ich neben der Führungskraft weitere Teammitglieder ein, um die Ausgangssituation gemeinsam zu verstehen. In der Klausur entwickelte das Team verschiedene Zukunftsszenarien und machte diese mit kreativen Methoden greifbar. Anschließend wurden die unterschiedlichen Varianten gemeinsam reflektiert und mithilfe strukturierter Entscheidungsformate bewertet.
Dabei zeigte sich etwas Überraschendes: Die bisherige Organisationsform ist auch nicht die beste Lösung. Es braucht etwas Neues. Auf dieser Grundlage entwickelte das Team gemeinsam eine neue Variante, die von allen Beteiligten mitgetragen wurde.
✨ Wirkung: Die neue Organisationsform konnte mit hoher Akzeptanz umgesetzt werden. Monate später berichtete die Führungskraft, dass das Team die Veränderung aktiv unterstützte und auftretende Herausforderungen eigenständig löste. Statt Widerstand entstand Mitverantwortung – weil die Lösung gemeinsam entwickelt wurde.
📍 Ausgangssituation: Eine Führungskraft ging schrittweise in Altersteilzeit. Statt ihre Aufgaben klassisch an eine Stellvertretung zu übergeben, wollte die Organisation die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Das Team arbeitete bereits agil und sollte die zukünftigen Rollen gemeinsam gestalten.
🎯 Meine Aufgabe: Ich konzipierte und moderierte einen Workshop, in dem die Aufgaben und Rollen der Führungskraft transparent gemacht und gemeinsam neu verteilt wurden. Ziel war es, Verantwortlichkeiten bewusst zu übergeben und die vorhandenen Kompetenzen im Team zu nutzen.
🛠 Vorgehensweise: In einem Rollen-Basar wurden alle Aufgaben und Rollen sichtbar gemacht. Für jede Rolle wurde geklärt, welche Aufgaben dazugehören, welche Kompetenzen gefragt sind und welcher zeitliche Umfang erforderlich ist. Anschließend konnten Teammitglieder Verantwortung für einzelne Rollen übernehmen.
Wichtig war dabei: Es ging nicht darum, Arbeit zu verdichten oder einzusparen. Die Rollen wurden mit den entsprechenden Zeitressourcen übergeben, sodass die neuen Verantwortlichkeiten gut übernommen werden konnten.
✨ Wirkung: Statt eine Stelle eins zu eins nachzubesetzen, entstand eine zukunftsfähige Rollenverteilung, die zu den Arbeitsweisen des Teams passte. Verantwortung wurde bewusst übertragen und Kompetenzen im Team sichtbar gemacht.
📍 Ausgangssituation: In einem Team belastete ein privater Konflikt zwischen zwei Mitarbeiter:innen zunehmend die Zusammenarbeit. Die Spannungen wirkten sich auf die Teamdynamik aus und erschwerten den Arbeitsalltag. Der Auftrag war nicht, den privaten Konflikt zu lösen, sondern die Arbeitsfähigkeit des Teams wiederherzustellen und einen konstruktiven Umgang mit der Situation zu ermöglichen.
🎯 Meine Aufgabe: Ich entwickelte und begleitete einen mehrstufigen Prozess, der sowohl die Bedürfnisse des Teams als auch die Situation der beiden betroffenen Personen berücksichtigte. Dabei war eine klare Rollenschärfung entscheidend: Nicht jede Konfliktsituation braucht eine Mediation – manchmal geht es darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem trotz bestehender Spannungen wieder gut zusammengearbeitet werden kann.
🛠 Vorgehensweise: Gemeinsam mit der Führungskraft wurde zunächst geklärt, welche Ziele der Prozess verfolgen soll und was auf keinen Fall passieren darf. Daraus entstand ein klarer Fokus: Die freudvolle und wirksame Teamzusammenarbeit stärken.
Im ersten Schritt führte ich vertrauliche Einzelgespräche mit allen Teammitgliedern sowie mit den beiden unmittelbar betroffenen Personen. Anschließend moderierte ich einen Teamentwicklungsprozess mit der Leitfrage:
“Was brauchen wir, um trotz der bestehenden Situation wieder gut miteinander arbeiten zu können?”
Erst nachdem das Team wieder mehr Sicherheit gewonnen hatte, folgte ein moderiertes Gespräch mit den beiden Konfliktparteien. Ziel war nicht die vollständige Lösung des privaten Konflikts, sondern eine Annäherung und die Wiederaufnahme einer respektvollen Kommunikation.
✨ Wirkung: Das Team gewann Schritt für Schritt seine Arbeitsfähigkeit zurück. Die Zusammenarbeit wurde wieder konstruktiver, das gegenseitige Vertrauen wuchs und auch zwischen den beiden betroffenen Personen wurde ein neuer Dialog möglich.
📍 Ausgangssituation: Eine Organisation wollte den Austausch zwischen Mitarbeiter:innen verschiedener Bereiche stärken. Ziel war es, bereichsübergreifende Netzwerke aufzubauen, voneinander zu lernen und neue Verbindungen innerhalb der Organisation zu schaffen.
🎯 Meine Aufgabe: Ich konzipierte und moderierte eine Workshopreihe, die fachliche Themen mit persönlichem Kennenlernen verband. Gemeinsam mit der Personalentwicklung wurde darauf geachtet, dass sich in jedem Workshop Mitarbeiter:innen aus unterschiedlichen Bereichen und Funktionen begegnen.
🛠 Vorgehensweise: Die Workshopreihe umfasste mehrere Themen wie Diversity in Action oder Rollen & Resonanz. Interaktive Methoden und Dialogformate ermöglichten es den Teilnehmenden, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.
Jeder Workshop endete mit einem persönlichen Transferexperiment. Die Teilnehmenden entschieden selbst, welche Erkenntnis sie in ihrem Arbeitsalltag ausprobieren wollten. Ein anschließender Peer-Austausch unterstützte sie dabei, ihre Erfahrungen zu reflektieren und dranzubleiben.
✨ Wirkung: Die Workshopreihe stärkte die bereichsübergreifenden Netzwerke innerhalb der Organisation. Neue Kontakte entstanden, Erfahrungen wurden geteilt und informelle Lösungen fanden ihren Weg in den Arbeitsalltag – ganz im Sinne einer Community of Practice.